ab September 2009

Es ist zwar schon Dezember, aber ich möchte gerne rückblickend die Ereignisse schildern.

Der Aufenthalt in Würzburg und in Oberammergau war klasse. Trix ist so lange bei Frauke geblieben. Wir hatten ja jetzt im Prinzip einen "Entwicklungsvergleich" von einem Jahr - und ich musste mal wieder feststellen, dass ein Jahr jünger oder älter viel ausmachen kann :-) Im Vergleich zum letzten Jahr kam Alma diesmal mit dem Stress, den der Aufenthalt in einem Hundehotel mitbringt, viel besser zu recht. Sie hat ruhig beim Essen unterm Tisch gelegen, hat Reize wie die Kühe auf der Morgenrunde ignoriert usw. - insgesamt kann man sagen, dass ihre Reaktionen auf neue Situationen viel ruhiger und gelassener ausgefallen ist. Meinen freien Tag haben wir in Österreich mit einer Tageswanderung verbracht. Wir waren mit einer Mittagspause insgesamt 8 Stunden unterwegs. Die Gondelfahrt mit der Ehrwald Almbahn hat Alma gelassen hingenommen. Direkt am Eingang erwarteten uns Kühe mit Glocken - ein Kulturschock ;-) Nachdem wir die Weideflächen rund um die Bergstation hinter uns gelassen haben, konnte die Alminetti frei laufen. Das hat recht gut geklappt und wir sind sehr dankbar um die Glocken. Denn so konnten wir Alma immer rechtzeitig an die Flexileine nehmen, wenn wir in der Nähe von Kühen waren. Manchmal kamen sie uns auch auf den Wegen entgegen ... Alma würde hinstürzen und bellen. Zwar ist sie bisher in solchen Situationen immer abrufbar gewesen, aber diese Erlebnisse kann man ja auch präventiv eingrenzen ... Auf dem Berg waren auch ohne Ende Mountainbiker unterwegs. Da war Madame super brav. Wenn wir die Biker rechtzeitig gesehen haben, hat sie Sitz-Bleib am Wegrand gemacht, ansonsten hat sie sie ignoriert. Man sollte meinen, dass sie nach ein paar Stunden Freilauf und Lauf an der 8-Meter-Flexi-Leine irgendwann freiwillig langsamer geht. Aber auch am Ende der Wanderung hat sie die Flexileine voll ausgenutzt bzw. musste im Freilauf immer mal wieder dran erinnert werden in der Nähe zu bleiben. Allerdings hat sie die Talfahrt dann doch für ein Nickerchen genutzt ;.-) Unter den Kurshunden waren wieder mal charmante Spielpartner, so dass es nicht langweilig werden konnte. Zwischendurch hatten wir Zeit für Radtouren und auch der Roller blieb in den Abendstunden nicht ungenutzt. Alles in allem ein schöner Aufenthalt!

Hier ein paar Bilder:

Hinfahrt & Drachensee

Ehrwald

Rückfahrt Gondel & Wanderung durch ausgetrockneten Fluss

 

Der Kurs 2009 & kleine Dummy-Übung

 

Bis jetzt gibt es nichts ereignisreiches mehr zu berichten. Alma war zwischendurch scheinträchtig und für einige Wochen außergewöhnlich ruhig - nun ja, im Vergleich zu sonst - andere Menschen haben sie mit Sicherheit trotzdem als Energiebündel empfunden. Wir sind noch immer unschlüssig, ob wir sie kastrieren lassen oder nicht. Ich habe schon ein Bisschen Sorge, dass eine Kastration sich evtl. negativ auf Almas Aggressionsverhalten auswirkt. Fakt ist einfach, dass sie in Situationen, in denen sich überfordert fühlt/erschreckt und bei allem, was ihr komisch vorkommt, aggressiv reagiert (vom Anbellen bis hin zum nach vorne Schießen und Schein-Schnappen). Derzeit ist das gut zu händeln, da sie zum einen gut gehorcht und sich dadurch viel managen lässt und sie hat zum anderen von Welpenalter an sehr viel kennen gelernt, so dass sie an vieles gewöhnt ist. Tja, schwierige Entscheidung. Wir lassen sie wahrscheinlich nur kastrieren, wenn es gesundheitliche Probleme gibt (ständig Schweinschwanger, massiver Veränderungen während der Läufigkeit oder so was).

Im Moment wird Almas Fell wieder richtig hell, nun gut, natürlich kein Schimmel, aber zwischendurch war sie fast ganz schwarz. Ich bin gespannt, ob das ihr Leben lang s bleibt.

Im Oktober haben wir bei einem Dummy-Seminar mit Veronika Buckel teilgenommen. Es hat (trotz der schlecht organisierten Veranstalterin) sehr viel Spaß gemacht und ich habe gut umsetzbare Tipps bekommen, um Almas Übergabe beim Apport zu perfektionieren. Im Moment üben wir allerdings in dem Bereich mangels Gelegenheiten selten, halt die Übungen, die ich mit ihr allein auf den Spaziergängen umsetzen kann. Ansonsten hat jetzt die "Roller-Saison" begonnen und wir fahren so oft es geht abends ein Ründchen. Der Roller hat zum Glück hervorragende Scheinwerfer. Allerdings ist es trotzdem "spannender" als im Hellen, weil teilweise recht kurzfristig die Kaninchen die Wegseite wechseln und ich das nicht rechtzeitig kommen sehe. Aber bisher hat Alma auf das "Weiter" immer reagiert und wir sind noch nie im Graben gelandet ... *toitoitoi*

Wann immer es sich organisieren lässt, trailen wir auch - leider nicht so regelmäßig, wie ich es mir wünschen würde. Das ist schade, weil es Alma und mir viel Spaß macht und ich denke, dass Alma darin echt gut ist. Im Gegensatz zum Agility und zum Longieren, neigt sie hierbei auch überhaupt nicht zum Bellen und sonstige Frust-Bekundungen. Apropos: Wenn ich an den WE kein Seminar gebe (also eher selten), trainieren wir beim Agility mit. Hier zeigt Alma sich sehr wendig und ziemlich übermotiviert = sie bellt viel. Und wenn sie bellt, dann kann sie mich nicht hören *seufz* Da haben wir jetzt schon viel experimentiert, aber leider noch keine Lösung gefunden. Ansonsten hat sie es aus meiner Sicht ziemlich schnell kapiert mit den Wechseln und lässt sich generell gut im Parcours führen. Bei der Wippe und beim Slalom braucht sie noch Hilfe, die restlichen Geräte klappen gut. Allerdings ist sie im Punkto Tunnel sehr sensibel. Wenn ich vergesse vorher ihr Geschirr auszuziehen und sie nur minimal am Tunnel hängen bleibt, dann bedarf es wieder mal etlicher Wiederholungen bis sie den Tunnel wieder gut annimmt. Ansonsten wird sie dann nämlich kreativ und rennt außen um den Tunnel herum, springt drüber oder springt drauf und versucht drauf zu laufen ...  

Jetzt am letzten November-We waren wir von Freitag bis Montag im Harz/Braunlage zum Kurzurlaub. Eigentlich sollte das ein Trip in den Schnee werden *hüstel* Stattdessen haben und 4 -6 C° und teilweise Regen erwartet. Direkt neben er Ferienwohnungsanlage liegt der Kurpark. Dem Wetter entsprechend war darin niemand unterwegs, so dass er sich absolut angeboten hat zum Austoben. Denn bei den Wanderungen durch den National Park haben wir Alma entsprechend dem Leinengebot an der Flexileine gelassen. So aufgeregt wie sie zwischendrin war, war das auch gut so. An Hand der Hinterlassenschaften des Wildes, nehme ich an, dass wir solchen Tieren auch noch nie vorher begegnet sind. Und was Neu ist, ist ja bekanntlich am spannendsten ... Auf dem Wurmberg gab es auch eine Strecke mit Bikerhindernissen. Der Vorteil des Wetters war es, dass auch hier nichts los war und wir dementsprechend die Hindernisse zum Klettern nutzen konnten. Oben auf dem Wurmberg steht eine Ski-Schance. Helge hat sich die Mühe gemacht sie zu erklimmen und dann habe ich Alma hinterher geschickt zum Konditionstraining. Hat wunderbar geklappt :-) Sowohl der Opi als auch Alma waren den ganzen Aufenthalt über sehr brav.

Nun beginnt so langsam arbeitstechnisch gesehen eine ruhigere Zeit bis Mitte Januar. Die werden wir dann natürlich nutzen. Es steht ein Fahrtreffen an - da fahren wir zum ersten Mal in der Gruppe Roller. Bin schon sehr gespannt, wie das klappt. Wir haben außerdem noch eine interne Mantrailing-Fortbildung und einiges mehr. Letztes Jahr hatte Alma mit dem Silvester-Geknalle kein Problem, mal schauen, wie es dieses Jahr wird. Über den Jahreswechsel hin ist Labbi Djuke für ein paar Tage zu Gast. Da machen wir dann sicher auch den ein oder anderen Ausflug. Wir werden berichten!

 

Die Zeit fliegt, es ist schon Februar 2010.

Das Fahrtreffen war total klasse. Wir haben uns mit 4 anderen Teams in einem Wald in Köln getroffen. Vormittags und Traumwetter - die HÖLLE war los. Jede Menge Spaziergänger, Radfahrer, Jogger, Walker, fremde Hunde, Reiter und und und. Alma ist super brav an allem vorbeigelaufen - nur den Wildschweinen am Wildgehege konnte sie nicht widerstehen, da musste sie einmal kurz anhalten, ist dann aber auch brav weiter gelaufen. Alma hat super gut durchgehalten. Einzige Schwierigkeit war, dass sie gerne ganz links vom Weg läuft und ich bei jedem entgegenkommenden Menschen sie nach rechts lotsen muss. da sie im Zugseil läuft, ist das gar nicht so einfach. Der Schnee sorgte dafür, dass wir erst Ende Januar wieder fahren konnten - ebenfalls ein Fahrtreffen. Diesmal war das Wetter schlechter und weniger los. Helge durfte netterweise ein Trike mit einem Labbi-Mix fahren. Djuke ist frei mit gelaufen. das hat erstaunlich gut geklappt, weil Djuke sehr schnell begriffen hat, dass er sich keine Verzögerung leisten kann, wenn er den Anschluss behalten möchte. Wir sind nämlich diesmal ein recht flottes Grundtempo zusammen mit 2 europäischen Schlittenhunden gefahren. Zuerst lief Djuke noch voraus, dann neben Alma, dann neben meinem Roller und dann hinter uns. Die Fahrt verlief völlig problemlos. Die Strecke war ca. 4 km lang. Wir haben zwischendurch Höchstgeschwindigkeiten von etwa 30 km/h erlangt. Seit heute steht wieder Tauwetter an - hoffentlich sind bald auch wieder die Wege frei, damit wir wieder fahren können. Wobei wir schon ein wenig auf die entsprechenden Zughundschlitten gelinst haben ;-) - aber wer weiß, ob der nächste Winter wieder so viel Schnee hat. Apropos: 2 mal sind wir auch mit dem normalen Schlitten gefahren, einfach mit Rückdämpferleine in der Hand. Das hat irre viel Spaß gemacht - wobei ich allerdings sagen muss, dass die Aktion nicht ungefährlich ist. Mit der einen Hand halte ich das Zugseil, um im Notfall schnell loslassen zu können und mit der anderen plus Körperschwerpunkt habe ich gelenkt. Da wir das aber gegen 0 Uhr nachts getestet haben, konnten wir doch potentielle Zusammenstöße verhindern ... 

Einige Tage vor Weihnachten ist erst Alma erkrankt und dann Trix. Irgendein Magen/Darm-Virus. Nachdem Alma 3 Tage nicht gefressen hat, kamen wir um eine Antibiotika-Behandlung nicht drum herum :-( Habe ich nicht so gern, aber innerhalb der 3 Tage hatte sie schon massiv abgenommen. Ein paar Tage später ist die Krankheit bei Trix ausgebrochen. Den hat es so schlimm erwischt, dass wir an einem Tag schon glaubten ihn einschläfern zu müssen. Er konnte sich kaum noch bewegen, geschweige denn Fressen - und das während der Antibiotikum-Behandlung. Ich hatte den Eindruck, das er an dem Tag nicht mehr leben wollte. Wir haben ihn dann Morgens eine Infusion gegeben und besprochen, dass wenn Abends keine Verbesserung in Sicht ist, dann würden wir ihn einschläfern lassen. Bereits direkt nach der Infusion waren kleine Verbesserungen zu sehen. Am selben Abend und am Tag darauf gab es noch mal Infusionen und es ging stetig aufwärts. Allerdings gab es das nächste Problem: Durch 3 Tage wenig Bewegung hat der Muskelschwund verheerende Auswirkungen gehabt: Trix konnte nicht mehr ohne Hilfe aufstehen. Das hat sich zum Glück nach einigen Tagen wieder gegeben. Vielleicht war auch Djuke derjenige, der Trix Lebensgeister aktiviert hat. Immerhin muss Trix regelmäßig klarstellen, wer die Rechte in diesem Haushalt ;-) Trotz Schnee & Co. geht es Trix wieder konstant gut - von den üblichen Alters-Problemem abgesehen. Alma fand Djukes Aufenthalt klasse. Ein jederzeit zur Verfügung stehender Spielpartner hat schon was -erst recht im völlig verschneiten Garten ;-)

Im Januar hatten wir eine interne Fortbildung zum Thema Mantrailing. Alma hat super mitgemacht. Sie kann sich ja für alles begeistern, aber ich habe den Eindruck, dass Mantrailing ganz weit oben auf ihrer Hitliste steht. Am Ende der Fortbildung war sie so müde, dass ihr zur Belustigung aller im Sitzen die Augen zugefallen sind. Typisch für Alma, dass sie sich nicht einfach mal zwischendurch hinlegt und pausiert.

Zwei Mal haben wir jetzt schon den GM Rocky im Tierheim Wipperfürth besucht. Wegen einem fehlinterpretiertem Vorfall sollte Rocky eingeschläfert werden. Die Frist wurde zum Glück inzwischen verlängert. Zusammen mit Karina habe ich mir den Rüden angeschaut. Vorgefunden haben wir einen völlig normalen GM, der auf Grund seiner Vorgeschichte nicht viel kennt. Zugegebenermaßen - zuerst waren wir geschockt. Rocky wiegt 55 kg. Sein Kopf ist etwa doppelt so breit wie Almas und er wiegt insgesamt mehr als das Doppelte. Ich vermute trotzdem, dass er ein GM ist (auch wenn er eher das Gewicht vom Neufundländer hat). Das war aber auch der einzige Schock. Er ist wie ein Riesen-Welpe. Im Auslauf konnte er mit Alma und Annie laufen und hat sich von uns knuddeln lassen, dann waren wir spazieren. Das "einzige" Problem ist tatsächlich bei ihm, dass er so stark ist. Wenn er irgendwo hingehen möchte, kann die durchschnittliche Frau ihn daran nicht wirklich hindern. Beim 2. Mal war auch Helge mit, der hatte da weniger Probleme mit. Zum Glück macht Rocky nicht übermäßig Gebrauch von seiner Kraft, soll heißen, dass er nicht dauerhaft zieht, sondern punktuell z.B. zu einer Schnupperstelle. Er ist auch ein Bisschen trottelig, so dass er den ein oder anderen Grund zum Ziehen verpasst. Er hat z.B. auch nicht das Reh gesehen, dass ca. 20 Meter oberhalb von uns parallel auf einer Lichtung gerannt ist. Er hat sich lediglich gewundert, warum Alma und Annie schreiend in der Leine standen (Alma und Annie zusammen im Punkto Wild ist eine Sache für sich, da die beiden sich gegenseitig ohne Ende puschen) ... Trix hat Rocky auch kennen gelernt. Von beiden Seiten her neutrales Verhalten. Aber mal von der mir fehlenden Kraft abgesehen, war Trix Reaktion ähnlich wie die auf Dimitri und somit scheiden wir als potentielle Pflegestelle leider definitiv aus :-( In der letzten Februar-Woche soll Rocky kastriert werden. Vielleicht hat ja einer der Leser hier Lust und die Kapazitäten Rocky als Pflegestelle aufzunehmen? Wir suchen wirklich ganz dringend für den lieben Kerl eine Pflegestelle!

Ansonsten warten wir mal wieder auf Almas Läufigkeit. Trix ist sich schon seit Wochen sicher, dass sich da was tut. Obwohl seine Prognosen sonst gut sind, tut sich nicht viel. Ich hatte zwischendurch auch den Verdacht, weil Alma Draußen im Vergleich zu sonst recht ruhig war - trotz Schnee. Aktuell hatte sie nun ein paar "ätzende" Tage, wo sie jegliches Kommando in Frage gestellt hat. Nun ist wieder alles normal. Allerdings habe ich heute festgestellt (im Rahmen einer Trainingsstunde, wo wir was mit der Angel vorgemacht haben), dass wir dringend mal wieder den Sitzpfiff an der Reizangel üben müssen - der klappt am Kaninchen im Moment besser als an der Angel. Alma ist ja im Februar 2 Jahre jung geworden. Im Vergleich zu vor einem Jahr ist sie ruhiger geworden und sicherer/weniger reaktiv was unbekannte oder plötzlich auftretende Reize betrifft. Wenn sie mit 3 Jahren rückblickend noch mal so einen Schub macht, dann kriegt sie den Titel Traumhund :-))) Im Moment lautet der Titel "ausbaufähiger Traumhund" *lach*

 

Am nächsten WE steht wieder ein Fahrtreffen an. Evtl. kriegen wir in den kommenden Wochen auch wieder einen Pflegehund. Näheres dann bald an dieser Stelle.

 

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