ab März 2010

 

Wie schon angedeutet ist Anfang März ein neuer Pflegehund eingezogen: Cocker Spaniel Andy - von uns BERNIE gerufen. Alma hat sich 3 Tage sehr schwer getan mit dem Neuankömmling. Sie hat ihn versucht im Haus in seiner Bewegungsfreiheit einzuschränken und hat übermäßig Ressourcen verteidigt, wofür sie sich früher nie aufgeregt hätte. Doch dann war der "Spuk" plötzlich vorbei und Bernie wurde nicht mehr auf Schritt und Tritt kontrolliert. Ich habe da so verschiedene Vermutungen, warum Alma im Vergleich zu den vorigen Pflegehunden so negativ auf seine Ankunft reagiert hat. Zum einen wird sie immer älter und zeigt dementsprechendes Verhalten (ist ja durchaus typisch für GM-Damen, die ich kenne). Ein Bisschen hat es glaube ich auch mit Bernies Größe zu tun. Er ist von allen bisherigen Pflegehunden der Kleinste. Wir mussten uns insgesamt auch allesamt an seine Körpersprache und seine Lautgebung gewöhnen. Mit seinen langen Hänge-Lefzen, den leicht hängenden Augenlidern, dem Stummelschwanz und dem ewig wackelnden Körper war es anfangs schwierig zu erkennen, wie ihm wirklich zumute war. Bernie ist außerdem recht laut, z.B. wenn er sich kratzt, wenn man ihn intensiv streichelt usw.. Der wohlige Laut ist fast identisch mit seinem Knurren. Inzwischen haben wir uns aber an seine Besonderheiten gewöhnt. Er wiederum hat auch Almas Grenzen anerkannt. Ich selbst musste mich auch an das etwas "andere" Jagdverhalten eines Stöberhundes (im Vergleich zum Vorsteher) gewöhnen. Nun ist Bernie schon 1 1/2 Monate hier und wir wundern uns, dass er uns nicht aus den Händen gerissen wird. Denn er ist von 2-3 kleinen Schwächen abgesehen der netteste und unkomplizierteste Hund, den wir jemals in Pflege hatten! Nähere Infos zu ihm findet ihr in seinem Tagebuch:  http://www.cocker-und-setter-in-not.de/forum/viewtopic.php?t=9111 Alma ist übrigens völlig vernarrt in Bernie. Doch wie meistens ist die Doppel-Kombi-junge-Jagdhunde eine eher anstrengende Angelegenheit ;-) Deswegen sucht Bernie wirklich ein neues Zuhause!

Alle paar Wochen kam ein Zughundtreffen zustande. Der Start gestaltet sich immer anstrengender. Bei den ersten Treffen hat Alma das Bellen der Mitstreiter beim Start noch ignoriert. Inzwischen reicht es schon, wenn sie die anderen bereits im Auto hört, damit ihr Erregungsniveau auf 180 schießt. Adieu stille Starts! Sobald es dann endlich los geht, ist von einer Sekunde auf die andere Ruhe. Das Ziehen macht ihr sehr viel Spaß und sie ist danach schön ausgepowert. Anfang April haben wir in diesem Kontext auch bei einem Fernsehdreh für HundKatzeMaus auf Vox mitgemacht. Sobald der Sendetermin bekannt ist, gebe ich hier Bescheid. Die Zugsaison ist jetzt allerdings vorerst vorbei auf Grund der Temperaturen (ab ca. 15 Grad wird es zu anstrengend). Man könnte natürlich besonders früh aufstehen ;-) ... Aber vielleicht können wir ab Herbst dann von Anfang an wieder an einem ruhigen Start arbeiten. Bis dahin schwingen wir uns auf's Rad!

Wir waren mal wieder bei den Züchtern zu Besuch. Wir hatten einen klasse Nachmittag. Draußen haben sich alle gut verstanden. Im Haus hatte Almas Schwester Ayka ähnliche Anwandlungen wie Alma gegenüber Bernie. Wir haben mal wieder festgestellt, dass die dunklen Schwestern allesamt im Vergleich zu den hellen Geschwistern "extremer" sind. Sie haben ein im Vergleich höheres Bewegungsbedürfnis und ihnen fehlt Draußen die innere Ruhe. Auch körperlich gibt es Ähnlichkeiten - so nehmen die "Dunklen" schlecht zu, die Läufigkeit lässt auf sich warten usw. . Alma ist im Vergleich zu Ayka und Ayco die kleinste. Sie hat sich wieder mal riesig über Sabine gefreut und auch das Haus scheint sie immer wieder zu erkennen. Draußen haben sich die Damen gemeinschaftlich in "was auch immer verwesendes" gewälzt und dementsprechend hinterher das Haus parfümiert. Es ist auf jeden Fall immer spannend Mama und die Geschwister zu besuchen!

 

 

Wo ist eigentlich Berni??

Im April hatten wir mal wieder eine Mantrailing Fortbildung bei Susanne Langer. Es war sehr lehrreich und hat wieder viel Spaß gemacht. Alma war mittel-gut, da sie insgesamt ein Bissl unkonzentriert war. Während wir auf den Start zum letzten Trail gewartet haben, kam dann ein schmerzhafter Supergau ... Ich habe am Boden gehockt und Almas Leine lag neben mir. Plötzlich rief jemand "Hinter euch ist eine Katze". Ich habe reflexhaft nach der Leine gegriffen, statt einfach Sitz zu rufen und  obwohl ich sie aus der Hocke sowieso nicht hätte halten können. Die 5 Meter sind mir durch die Hand gerauscht und haben ansehnliche Verbrennungen hinterlassen :-( Jetzt, nach etwa 2 Wochen hat ist die Haut größtenteils nachgewachsen. Aber die ersten Tage waren kein Spaß (natürlich auch noch die rechte Hand ...).

Apropos Mantrailing: An einem Mittwoch Abend haben Petra mit Merlin und ich im Rhein Ruhr Zentrum (großes Einkaufszentrum) getrailt. Das war seeeeeeeeeeeeeeeeeeehr aufregend. Der Kaufhauskomplex an sich mit seinen rutschigen Böden, den ganzen Gerüchen, Lärm und Menschen ohne Ende ist schon eine Herausforderung. Hinzu kommt noch die Sorge, ob der Hund sich vor Aufregung evtl. lösen wird und natürlich das denkbar unpassende Bild, wie man hinter seinem ziehenden Hund scheinbar ziellos durch die einzelnen Gänge und Kaufhäuser irrt. Da hat das Suchhundschild zwar ein Bisschen für Aufklärung gesorgt, aber die Frage WAS der Hund sucht, wurde natürlich oft von Passanten gestellt. Alma & Merlin haben sich super geschlagen. Obwohl wir alle sehr aufgeregt waren, haben beide konzentriert gesucht und letztendlich auch gefunden. Aber oft werden wir sowas wohl nicht machen - war schon auch stressig für alle.

Wir warten und warten auf die Läufigkeit. Allerdings hoffen wir nun noch auf 3 Wochen Schonfrist, da gerade meine Eltern verreist sind und wir somit keine Möglichkeit hätten Trix ggf. auszuquartieren. Beim letzten Mal war das in der Standhitze notwendig, damit der Opi keinen Herzinfarkt kriegt ...

Nun ist meine Seminarsaison wieder im vollen Gange und fast jedes Wochenende hat Helge "Hundedienst". Die beiden werden sich wohl eher auf Agility und die Radtouren konzentrieren. Im Mai haben wir eine 3-tägige Fortbildung zum Thema Dummy-Training mit Veronika Buckel - wir freuen uns schon drauf! Im Juni stehen dann 5 Tage Wanderurlaub in der Schweiz an - wir werden berichten!

 

Die Zeit fliegt! Das Dummy-Seminar mit Veronika war sehr interessant und gut. Doch Alma und ich sind zu dem Schluss gekommen, dass Mantrailing nach wie vor unser Favourit ist ;-)

Ich weiß nicht genau, ob Alma begriffen hat, dass Trix tot ist. Sie war bei der Einschläferung dabei, hat sich aber abseits gehalten und mit einem Ball gespielt. Erst als wir ihn zum Begraben getragen haben, hat sie Interesse bekundet - allerdings ähnlich, wie wenn Helge z.B. mal Bernie trägt. Wir alle sind froh, dass wir wenige Tage später erst ins Allgäu gefahren sind (beruflich) und dann weiter in die Lenzer Heide in der Schweiz. Froh, weil der leere Platz auf der Coach und viele Kleinigkeiten im Alltag nicht unentwegt an die traurige Tatsache erinnern, dass Trix nie wieder kommt. Ob sie ihn vermissen wird? Schwer zu sagen. Wenn wir nach Hause gekommen sind, hat sie sich immer sehr über Trix gefreut. Zur Zeit bietet unser Pflegehund Bernie ja noch Gesellschaft. Aber über kurz oder lang möchten wir erstmal testen, ob sie als Einzelhund gut zurecht kommt. Nun ja, der ein oder andere Pflegehund wird wohl eh in unregelmäßigen Abständen da sein und es mangelt auch im Alltag nun wirklich nicht an Sozialkontakten zu Artgenossen. 

Im Allgäu haben wir auf einem Pferdehof gewohnt. Uiuiui, ein Hotelzimmer mitten in New York wäre wohl weniger spannend aus Almas Sicht gewesen ... Im Haus gibt es Katzen und vor der Tür Pferde, Esel, Kühe, Schweine und Wald und Felder mit einem wahnsinnig hohen Wildbestand. Die Ankunft am Freitag Nachmittag war sehr chaotisch und aufregend, aber im Laufe des Wochenendes hat sie sich ein Bisschen an ihre Umgebung gewöhnt, konnte sogar neben den Koppeln ein Nickerchen halten und halbwegs ruhig an den Weidetieren vorbei gehen. Schade, dass wir diesen Gewöhnungs-Erfolg Zuhause mangels entsprechender Tiere nicht wirklich fortsetzen können.

In der Schweiz wohnen wir gegenüber eines großen Sees. Das ist genau nach Almas Geschmack :-) Aber auch die Wanderungen durch die Berge mit all den Gebirgsbächen sind Highlights. Abends kühlen die Temperaturen hier enorm ab, so dass es möglich ist mit dem Roller den See zu umrunden. Da kommt Frauchen allerdings ganz schön ins Schwitzen, weil der Weg direkt am Ufer entlangführt und die Haubentaucher, Enten und Co. ihre Wirkung haben. da würde keine Zeit zum Bremsen bleiben, wenn Alma und Bernie sich entschließen in den See zu springen - aber bisher sind sie super brav gelaufen *toitoitoi*

 

Na, wer findet Alma auf dem 1. Bild? Helge kann weit werfen ... 2. Bild: auf dem Rückweg ... 3. Bild: Das Spielzeug im Bach treiben lassen und am Ufer verfolgen, ist ihr neustes Hobby!

 

Wir melden uns mal wieder aus dem Urlaub (Anfang August 2010). Dazu gleich noch mehr. Fangen wir chronologisch an. Es ist schwer zu sagen, ob Alma Trix vermisst (hat). Sie war auf jeden Fall deutlich stressanfälliger als wir wieder Zuhause waren - aber solche Phasen hatte sie ja schon immer zwischendurch. Knapp einen Monat später ist nun auch Bernie ausgezogen, weil er ein tolles neues Zuhause gefunden hat. Für ihn freue ich mich, allerdings vermissen Alma und ich ihn durchaus. Seitdem Alma Einzelhund ist, fängt sie plötzlich an mit fremden Hunden auf den Spaziergängen zu spielen. Sie kommt fast jeden Abend mit ins Training und hat wirklich keinen Hundemangel, trotzdem fehlt ihr anscheinend was. Die Spaziergänge mit nur einem Hund (auch wenn es Alma ist ;-)) sind sehr entspannend und ruhig, fast zu ruhig ... Insgesamt habe ich den Eindruck, dass Alma für sie stressige Situationen schlechter schafft, parallel dazu uns gegenüber deutlich verschmuster geworden ist. Mit dem nun "ganz" alleine Zuhause bleiben kommt sie erstaunlich gut zurecht. Wie befürchtet ist durch die fehlende Konkurrenz ihr Appetit noch weiter zurück gegangen *seufz* Sie hat in den heißen Tagen teilweise gar nichts gefressen oder nur sehr wenig, zum Leidwesen der eh schon schlanken Figur. Deswegen füttern wir nun in den heißen Tagen Dosenfutter (das wird extrem gut angenommen). Nach bereits 2 Wochen sieht man die Nachteile einer solchen Fütterung leider stark an den Zähnen, sie hat häufig Magengeräusche und Blähungen. Die Kotmengen sind deutlich größer. Insofern haben wir dann als es kühler wurde wieder auf Fleisch umgestellt. Sie hat es halbwegs angenommen. Im Urlaub sind wir zu Almas Freude wieder beim Dosenfutter ... Tja, obwohl ich mich eigentlich sehr darauf gefreut habe auf den Spaziergängen nur noch 1 Hund zu haben, überwiegen die Nachteile der "1-Hund-Haltung" schon irgendwie. Mal schauen. Eigentlich wollen wir erst wieder einen eigenen 2. Hund wenn Alma 3 bis 5 Jahre als ist ( je nachdem, wie sie sich weiterhin entwickelt). Jetzt ist die Maus 2 1/2 Jahre alt. Deswegen gehen die Überlegungen wieder in Richtung Pflegehund aus dem Tierschutz - mal schauen.

Nun befinden wir uns erstmal im Urlaub. Wir hätten unheimlich gerne Djuke mitgenommen, aber Djuke ist intakt. Alma war genau vor einem Jahr das letzte (und erste) Mal läufig. Das Risiko, dass sie in den 12 Tagen läufig wird und jeder von uns dann mit einem der beiden den Urlaub getrennt verbringt, war uns dann doch zu groß. Sehr schade. Tja, die Aussicht mit einer läufigen Hündin am Hundestrand zu sitzen, ist irgendwie auch nicht so erquickend. Wir werden nach Almas Läufigkeit wohl doch mal den Kastrationschip setzen lassen und testen, ob sie sich dadurch negativ verändert. Falls nein, werden wir sie dann wohl kastrieren lassen. 

Die ersten 3 Tage waren wir im Weser-Bergland. Ich hatte ein Seminar und Helge war dementsprechend mit Alma unterwegs. Für 2 Tage sind wir nun in der Südheide, um dann ab Mittwoch noch 1 Woche in Boltenhagen an der Ostsee zu verbringen.

Vom Weser-Bergland gibt es nicht wirklich was zu berichten. Allerdings war unser 1. Spaziergang in der Südheide direkt ereignisreich. Wenn man sich die Spuren anschaut, dann gibt es hier anscheinend wahnsinnig viel Wild! Davon konnten wir uns live überzeugen. Alma war an der 20 m Schleppleine. Rechts von uns habe ich 2 junge Rehe entdeckt. Als das erste den Weg kreuzte, habe ich Alma ins Sitz gerufen, was sie super brav gemacht hat. Das 2. Reh ist parallel zum Weg an uns vorbei gelaufen und hat dann hinter uns gewechselt - Alma ist brav sitzen geblieben. Als Belohnung durfte sie dann an der Stelle schnuppern, wo das 1. Reh verschwunden ist. Sie hat an der Leine aufgeregt gestöbert und dann ist die Leine GERISSEN. Ich habe Sitz gebrüllt und sie hat sich sofort brav hingesetzt. Helge hat dann die Leine wieder verknotet und weiter ging es. Hui, da hatte ich doch einen kleinen Adrenalinkick ... Ausgerechnet vor dem Spaziergang hatte ich auch noch gedacht gehabt, dass ich mir mal näher die Knoten an der Leine ansehen müsse, weil das ja doch beliebte Reißstellen sind, es war tatsächlich auch ein Knoten, wo die Leine gerissen ist :-( Alma ist an Kaninchen, Fasan und Ente gut ins Sitz "pfeiffbar". Rehe und Hasen treffen wir fast immer nur im Urlaub oder bei irgendwelchen Touren, da sie auf unseren "Hausstrecken" sehr selten sind. Insofern bleibt Alma in solchen Gebieten immer an der 20-m-Leine, da wir keine bis wenig Gelegenheit hatten/haben an entsprechendem Wild zu üben und ich mich dementsprechend nicht auf sie verlassen möchte. Doch nach der Aktion heute war ich sehr stolz auf unser Alminettchen.

Im Feriendorf des Heidegut Eschede:

 

 In den kommenden Tagen folgen dann weitere Fotos und hoffentlich ereignislose Berichte ;-)

Ganz ereignislos war es nicht ... Wir hatten im Laufe des Urlaubs noch 3 Begegnungen mit Rehen. Eine am Fahrrad und angeleint und 2 im Freilauf an der Steilküste der Ostsee. Am Fahrrad konnten wir problemlos weiterfahren auf die Stelle zu und natürlich auch dran vorbei, wo die Rehe sichtig gewechselt hatten. Im Freilauf hat Alma sich super brav ins Sitz pfeifen und anleinen lassen.

Der Urlaub in Boltenhagen war leider sehr verregnet, aber trotzdem erholsam und schön. Man konnte unterhalb der Steilküste schön spazieren gehen. Die Hundestrände selbst waren leider recht klein. Ok, wir hatten auch nur einen Vormittag, wo das Wetter Strandwetter war. Da bin ich dann auch sehr schön mit Alma rausgeschwommen. Das hat sehr viel Spaß gemacht, da sie angenehm Abstand hält. Eika ist immer auf uns zugeschwommen und hat regelmäßig die Haut an den Beinen mit ihren Krallen verletzt. Auch so ist Alma sehr viel geschwommen. Es gab Unmengen von Radfahrern und die Wege ins Grüne/zum Strand waren regelrecht überbevölkert (wir wohnen wohlgemerkt in der Großstadt und sind einiges gewöhnt ...). Das war ein Bissl stressig. Alma hatte im Urlaub wieder einige Angstzustände, z.B. bei dem Geräusch, das von Ball und Holzschläger beim Beachball erzeugt wurde und selbst wenn jemand zu laut gelacht hat. Deswegen habe ich nach dem Urlaub ihre Blutwerte nehmen lassen. Die waren soweit ok, allerdings waren die Schilddrüsenwerte an der unteren Grenze der Referenzbereiche. Wir haben nun begonnen ihr tägl. ca. 2 Esslöffel Kehlkopffleisch von Lunderland zu füttern. Außerdem haben wir wieder einen Pflegehund aufgenommen. Jetzt - ca. 2 Monate danach - macht sie auf uns einen recht stabilen Eindruck. Wir möchten es nicht heraufbeschwören, aber ich würde im Moment fast von einem "normalen" GM sprechen.

Wolle ist seit ca. 2 Wochen bei uns. Er wäre glaube ich lieber Einzelhund und kann mit dem "jungen Ding" nicht viel anfangen. Wenn Situationen aus seiner Sicht kritisch werden (z.B. ein imponierender Hund kommt entgegen), dann hält er sich allerdings doch ziemlich an Alma und sucht ständig ihre Nähe. Das ist gar nicht so einfach, weil er deutlich langsamer und kein Bisschen "geländegängig" ist ;-) Hier sein Tagebuch: http://www.cocker-und-setter-in-not.de/forum//viewtopic.php?t=11044 Wer ältere Menschen kennt, die einen lieben und recht unkomplizierten Cocker Spaniel haben möchten oder kinderlose Menschen, die einen "Anfängerhund" suchen, dann macht bitte auf ihn aufmerksam!

 Die Roller-Fahr-Saison beginnt den Temperaturen entsprechend so langsam wieder. Eine Fahrt hatten wir schon. Alma hat super durchgehalten und wir hatten wieder mal jede Menge Spaß. Jetzt heißt es wieder Kondition aufbauen. Ansonsten widmen wir uns häufig dem Mantrailing und Agility und noch so ein paar anderen Dingen. Wahrscheinlich treffen wir uns im Oktober wieder mal mit den Züchtern - da freuen wir uns sehr drauf!

Passend zum Start der Rollersaison  ist Alma in eine Scherbe getreten (vermutlich). Der Schnitt im Ballen am Hinterbein musste mit 10 Stichen genäht werden. Leider hat die Naht nicht lange gehalten. Dann wurde der Schnitt geklammert. Nach 3 Wochen Flexileine und fast täglichem Verbandswechsel ist Alma nun endlich die Klammern los und darf ohne Verband - aber mit Schuh -laufen, ab Morgen dann endlich auch wieder freilaufen. Junger Vorstehhund insg. 4 Wochen an der Flexileine, die Qual muss ich glaube ich nicht weiter ausführen ... 2 Tage nach der Abnahme des Verbandes sind wir in einen Kurzurlaub nach Konstanz an den Bodensee gefahren, da ich am Wochenende beruflich in der Schweiz zu tun hatte. Wir haben im Waldhaus Jakob gewohnt, direkt am See und gegenüber beginnt der Wald. Das waren sehr erholsame Tage mit einem traumhaft schönen Ambiente, tollen Wandermöglichkeiten und das ganze sehr hundefreundlich. Da unser Pflegehund auch keine Tagestouren oder Tiefschnee geschafft hätte, war es nicht so dramatisch, dass wir uns wegen Almas Pfote auf 2 1/2-stündige Wanderungen beschränkt haben. Sehr schade war allerdings, dass man in dem Wald ganz toll hätte Rollern können.

Einen Tag vor unserer Abfahrt ist Alma ENDLICH läufig geworden. Allerdings hatten wir beim 1. gefundenen Blutstropfen erst gedacht dass die blöde Pfote wieder blutet. Bis auf 3 Tage, wo man Wolle und Alma keine Sekunde aus den Augen lassen konnte, war die Zeit recht entspannt. Wolle ist kastriert und unterwegs hat Alma keine Zeit für Rüden, auch nicht in den Stehtagen. Wenn sie nun tatsächlich alle 1 1/4 Jahre nur läufig wird, dann lassen wir sie nicht kastrieren. Also mal abwarten, wann die nächste Läufigkeit ansteht.

Bei den Züchtern waren wir auch zu Besuch und es war mal wieder sehr nett. Alma freut sich immer wahnsinnig über Mama, Geschwister und die Züchter. Der dicke Pfotenverband inklusive Laufverbot war natürlich ein gewisses Handicap - beim nächsten Mal darf sie wieder mit allen zusammen flitzen!

Alma ist zur Zeit die absolute Sahneschnitte ;-) Jetzt, wo sie wieder normal Rennen kann, ist sie ausgeglichen und ein angenehmer Begleithund. Nun steht die Entscheidung an, was wir in Sachen Schilddrüse weiter unternehmen. Das Kehlkopffleisch kann sie nicht ewig weiter bekommen. Wahrscheinlich läuft es auf ein neues Blutbild hinaus. Damit warten wir aber bis sich die leichte Scheinschwangerschaft gelegt hat.

Nachdem die Pfote wieder heil ist, sorgt der Schnee dafür, dass wir bisher erst wieder ein paar Mal Rollern konnten *seufz* Wir hatten schon im letzten Jahr mit dem Kickspark geliebäugelt, nun werden wir wohl definitiv einen bestellen (zumal die nächsten Winter ja ähnlich schneereich werden sollen) - die Frage ist nur, wann er wieder lieferbar ist ... Aber davon abgesehen, findet Alma den Schnee super genial! Es gibt doch nichts besseres als mit der Nase als Schneepflug unterwegs zu sein, zu sprinten und zu stöbern.

In diesem Sinne wünschen wir Allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2011!

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