(ab Mai 2008)

Den Feiertag (1. Mai) haben wir für einen kleinen Ausflug nach Holland genutzt. Alma hat die Fahrt bestens zum Schlafen genutzt. Nach ca. 1 1/2 h Fahrt hat Almas Blase gedrückt und wir haben in einem kleinen Wald gehalten. Der war so schön, dass wir natürlich Fotos gemacht haben ;-) Den Wald fand Alma extrem spannend und einladend zum Stöbern. Dabei haben wir in ganz Holland keinen einzigen Hasen oder Rehe entdeckt!? Danach ging es dann weiter zum eigentlichen Zielpunkt: Die grüne Kathedrale bei Almere. Wir mussten feststellen, dass der aus Bäumen geformte Notenschlüssel wohl eher aus der Luft betrachtet als solcher erkennbar ist - aber wir sind uns trotzdem sicher ihn gefunden zu haben - umgeben von riesigen Löwenzahnwiesen ... Nach einem langen Spaziergang haben wir die Stadt besichtig und die Hunde haben im Auto geschlafen.

Auf dem Rückweg haben wir einen Hundestrand gefunden. Nun ja, es stand zwar dran "Hunde verboten", aber auf Grund des trüben Wetters hielten sich da nur Hundebesitzer auf. Diverse Hundehaufen :-( haben allerdings verraten, dass da öfter Hunde unterwegs sind. Kombiniert mit unendlich vielem Gänsekot und der lauten Autobahn in der Nähe also nicht wirklich ein Tipp ... Alma hat zum ersten Mal in ihrem Leben Wellen gesehen und meinte, dass man sie verbellen und reinbeißen muss. Leider waren es nur 15 Grad Außentemperatur, so dass Alma nur 2 Schwimmversuche gemacht hat, bevor es ihr dann zu kalt wurde. Dabei war Opi Trix diesmal bestes Vorbild, da es so flach rein ging, dass er selbst in 20 Meter Entfernung noch stehen konnte. Ziemlich müde haben wir die Rückfahrt angetreten und insgeheim gehofft, dass Alma Zuhause nur noch ihr Körbchen geht und schlafen wird. Dabei haben wir irgendwie übersehen, dass sie ja in der 2-stündigen Heimfahrt Gelegenheit hat neue Energien zu sammeln. Und so war sie dann als einzige Abends überhaupt nicht müde ...

 

Am Freitag haben wir dann Katrin mittags besucht. Sie hat ein Pferd in Datteln auf einem kleinen Reiterhof stehen. Da gibt es diverse andere Attraktionen wie 15 Katzen und Hühner. Ursula und Lotta sind auch mitgefahren. Alma hat sich dann den neuen Namen "Hysterikum" ergattert, da sie alles spannend fand. Aber mit Hilfe von jeder Menge Kauwürstchen und etwas Bewegung (Spaziergang mit Katrin, Hund & Pferd) hat sie sich doch wieder eingekriegt, so dass der Besuch als Gewöhnungserfolg zu verbuchen ist :-) Ab und zu ist nun klein Lotta zu Besuch (ein Toller-Mädchen). Sie ist noch dem Alter entsprechend ziemlich klein, ber zum Glück recht robust. Beim Kennen lernen hat Alma sie eher wie Beute behandelt, ist sehr steif geworden, hat sie versucht im Nacken zu greifen, festzuhalten usw. . Da mussten wir Alma fast die ganze Zeit händeln. Beim 2. Treffen ging das schon deutlich besser und die beiden konnten etwas spielen. Allerdings ist Alma im Umgang mit Lotta noch übermäßig aufgeregt. Ich denke und hoffe, dass sich das mit jedem Mal etwas mehr legt.

Alma ist nun 17 Wochen alt. Sie kann noch unter Trix herlaufen und passt noch gerade so unter das Bett - soviel zur Größe. Der Stand der Dinge: Sie ist stubenrein! Allerdings muss sie ab und zu nachts noch raus - meldet sich dann aber lautstark. Sie hat außerdem kapiert, dass Menschenhaut empfindlich ist - nun ja, zumindest was die Beißhemmung betrifft. Ihre Krallen sind um so spitzer ... Das Nicht-Anspringen - vor allem bei bekannten Personen und Kindern - klappt noch nicht so toll. Da sind wir aber zugegebenermaßen auch ein Bissl schlampig - sie ist halt so süß ;-)) Der Gehorsam ist nach wie vor super. Sie kann sich gut auf mich bzw. die Übungen konzentrieren und ist sehr arbeitswillig, teilweise fast hysterisch, wenn sie nicht sofort versteht, was sie tun soll. Alle Alltagsdinge (Auto fahren, alleine bleiben, laute Geräusche ertragen usw.) klappen gut. Die Leinenführigkeit - da arbeiten wir noch dran ;-) Was sich noch gar nicht gelegt hat, ist Almas Erkundungssinn. Sie hat täglich neue Ideen, was man mit diesem Möbelstück oder jenem Gegenstand noch machen könnte. Ihr aktuelles Faible ist das Badezimmer. Immerhin kann man da Toilettenpapier Stück für Stück abreißen, versuchen die Toilettenbürste aus der Verankerung zu befreien oder einfach getragene Wäsche klauen und verstecken. Für Langeweile keine Zeit! Die Spaziergänge können bereits jetzt nicht lang genug werden. Sind sie zu kurz (z.B. halbe Stunde), dann wird gestreikt, also Madame weigert sich dann zum Auto zu gehen. Auf dem Grundstück wird Alma immer wachsamer. Besucher werden erst angebellt und sobald sie sie erkennt werden sie begrüßt. Komische Geräusche werden ebenfalls gemeldet. Was das betrifft orientiert sie sich stark an Trix und ahmt ihn nach. Ach ja, und Alma entwickelt sich seit dem warmen Wetter zur Wassernixe und vor allem zum Schwimmprofi. sie sucht nun regelmäßig unseren Teich auf. Unterwegs benötigt sie nun noch nicht mal einen Anreiz um los zu schwimmen. Am lustigsten ist es natürlich, wenn Onkel Djuke vor schwimmt

Andere Hunde schätzt sie nach wie vor gut ein. So musste sie Pfingstmontag mit besorgtem Blick feststellen, dass Onkel Djuke fein säuberlich den Garten inspizierte und jedes Sammlerstück (irgendwelche Kauartikel, Rehbeine, Reste von einer Rinderstrosse usw.) gefunden und als echter Labbi natürlich auch gefressen hat. Bei Trix versucht sie es ihm einfach wieder abzunehmen. Wenn er sich wehrt, dann springt sie so lange kreischend um ihn herum bis er aufgibt oder ich mit Rücksicht auf die Nachbarn das Spektakel unterbreche. Bei Djuke schaut sie aus der Ferne zu. 

Alma ist nun 18 1/2 Wochen alt und hatte heute den spannendsten Tag in ihrem Leben: Der allmorgendliche Spaziergang fing eigentlich gut an ... halbwegs leinenführig, zuverlässiger Stop an den Bordsteinkanten, diverse Sinnvögel angezeigt vom Kaninchen abgerufen  usw. . Am Feld angekommen hatte ich mich mal wieder innerlich beglückwünscht wie toll das Vorstehen und "Raus da!" (= Feld verlassen und auf dem Weg bleiben) klappt. Sie hat 2 in etwa 50 Meter Entfernung hockende Feldhasen vorgestanden, ist ein paar Meter auf das Feld gerannt und dann aber auf das Signal hin wieder raus gekommen und auf dem Weg geblieben. Soweit so gut, diese Situation haben wir ja auch fast jeden Morgen. Alma rannte so etwa 15 Meter vor mir her, als aus der Wegböschung ein Feldhase etwa 2 Meter vor Alma rausstürmte, den Weg überquerte und auf das Feld gerannt ist. Ein kleiner Brocken, er schien mir zumindest genauso groß wie Alma. Alma hinterher. Manchmal frage ich mich, was in den Hasen vorgeht!? Zumindest blieb er nach etwa 10 Metern auf dem Feld sitzen und verharrte bis Alma etwa wieder 2 Meter ran war. Super! Pfeife natürlich vergessen, absolut überrumpelt, also habe ich mein Umkehrsignal gerufen und mich entfernt. Keine Reaktion bzw. sie rannte Sichtlaut gebend hinter dem Hasen her. Nach etwa 20 Metern und meinem 3. Umkehrsignal kam der kleine Scheißer zurück und wurde fürstlich belohnt. Ich hatte zu erst überlegt sie anzuleinen, aber sie war keineswegs aufgeregter als sonst und machte auch keine Anstalten noch mal los zu sprinten, obwohl der Hase parallel zum Weg und unserer Laufrichtung geflüchtet war. Wie es bei solchen Spaziergängen immer ist stand sie dann wieder am Feldrand vor, rannte plötzlich los und 15 Meter entfernt entdeckte ich einen Fasan. Diesmal habe ich das Kommsignal gewählt und Madame hat sich auf dem Absatz umgedreht und ist gekommen. Wir haben uns dann schnellstens auf dem Rückweg gemacht - wer weiß, wem wir heute sonst noch alles begegnet wären ... . Und das alles nach einer ziemlich anstrengenden Nacht, denn Alma hat sich anscheinend die Blase verkühlt gehabt. Zumindest musste sie im 2-Stunden-Takt pieseln - und zwar ganze SEEN, die leider meist im Flur gelandet sind, da ich jedes Mal überlegt habe, ob sie wirklich schon wieder raus muss und ob sie mir das mit dem zarten Piepsen mitteilen wollte ...

An Fronleichnam hatte Alma ihren ersten großen Gruppenspaziergang, mit etwa 25 weiteren Hunden und mindestens so vielen Menschen sind wir durch die Haard gewandert. Alma hatte schwere Probleme sich in dem Gewusel zu orientieren. Sie war sehr bemüht zu kommen, wenn sie ihren Namen gehört hat - aber zu welchen BEINEN?? Gar nicht so einfach! Ansonsten hat sie viel getobt und jede Menge Spaß gehabt. Danach ging es zum Grillen bei den Schwiegereltern. Wie man sieht, ist sie im Umgang mit dem kleinen Mika ruhig geworden ;-) Das lag nicht nur an dem Spaziergang davor, sondern sie ist generell etwas weniger stürmisch mit Mika geworden.

  Am Wochenende war Karina öfter zu Besuch. Denn Frieda (die weiße) verträgt sich nicht mit fremden Hunden und Menschen, so dass sie bei schönem Wetter keine Gelegenheit zum Freilauf hat, da hier im Ruhrgebiet an jeder Ecke Menschen & Hunde unterwegs sind. Letztendlich bellt sie zwar "nur" und springt drum herum - aber wer möchte das schon? Also bekommt Frieda Gelegenheit sich im Garten auszutoben, so dass sie dann beim Spaziergang an der Leine nicht ganz so frustriert ist. Der fliegende, unscharfe Hund ist Annie. Nein, wir haben für keinen Dog Dance-Gruppenauftritt geübt. Annie hatte gerade vor Frieda zu maßregeln, ist brüllend und im Affenzahn auf sie und Alma zu gerannt und hat sich dann kurzfristig umentschlossen *g* Alma und Frieda spielen am liebsten: "Ich will das, was Du da hast." Sie lassen keine Gelegenheit aus der anderen den Tannenzapfen oder das Spielzeug zu klauen. Der Flinkere gewinnt!

Alma kommt so langsam aber sicher dahinter, wie man durch das Stangegewirr an Fußgängerwegen läuft. Puuh, das hat verhältnismäßig lange gedauert! Auch die Straßenkante akzeptiert sie immer mehr und stürzt nicht mehr sofort auf die Straße, wenn da was Spannendes liegt (Steine, Tannenzapfen, Taschentücher ...).

Eine Sache hat sich auch noch stark verändert: Wir sind ja viele, viele Kilometer durch das Ruhrgebiet gekurvt, um hundefreundliche Katzen zu treffen. Bis zur 17.Woche etwa hat sie auf die Katzen aufgeregt-ängstlich reagiert, war sehr wuselig, hat sich dann aber beruhigt und ist immer irgendwann eingeschlafen (in Räumlichkeiten) bzw. am Stall sind wir ruhig weggegangen. Von einem Tag auf den anderen hat sich dieses Verhalten leider verändert. Wir waren mal wieder zu Besuch bei Jeanette, also bekannter Ort, bekannte Katze. Bisher fanden die Begegnungen freilaufend statt. Die Katze lag entspannt im Hundekörbchen. Alma hat sie entdeckt und wurde stocksteif. So steif, dass ich sie lieber am Geschirr festgehalten habe. Der Tag war sehr stressig gewesen und ich dachte (hoffte!), dass das nur einmalig eine veränderte Reaktion war. Gestern bot sich dann in einer Wohnsiedlung eine gute Gelegenheit. Da lag eine Katze auf dem Bürgersteig, die bekanntermaßen nicht wegläuft. Ich habe mich in etwa 3 Meter Entfernung daneben gesetzt, Alma an der Leine. Sie hat mehrere Minuten gebraucht, die Katze überhaupt wahr zu nehmen, da auf der anderen Straßenseite ein Hund hinterm Zaun war. Aber dann ist sie stocksteif geworden und hat nach einigen Sekunden angefangen in den höchsten Tönen zu schreien. Selbst diese wirklich entspannte Katze trat dann langsam und mit Buckel den Rückzug in ihren Garten an. Die Leute kamen aus den umliegenden Häusern (ok, es hörte sich so an als würde ich Alma abschlachten, dabei habe ich nur die Leine kommentarlos festgehalten). Alma schrie noch einige Minuten, nahm kein Futter an. Das Sitzsignal drang irgendwann zu ihr durch, dann konnte sie auch wieder fressen. Wir blieben so lange an Ort und stelle bis sie sich wieder beruhigt hatte. Oh je, das sind ja keine sonnigen Aussichten ... 

 

Alma hatte gestern (29.5.) ihren Supergau. Wir hatten sie im Auto (BMW Kombi) meiner Mutter zurück gelassen, um noch schnell einkaufen zu gehen. Meine Mutter hatte noch die Sorge geäußert, ob sie wohl die Versicherungsunterlagen im Auto in Ruhe lassen würde... Als wir nach 5 Minuten zurück waren, erwartete uns eine besondere Überraschung... Alma hat zuerst in den Kofferraum gekackt (Durchfall) und ist dann durch gelaufen, auf die Rücksitze geklettert, hat weiter gekackt und ist dann nach vorne geklettert um die letzten Reste des Durchfalls abzusetzen. Was soll ich sagen? ALLLE Sitze waren inkl. Rückenlehne beschmiert, die Scheiße ist an den Sitzen runter gelaufen, teilweise in die Armaturen hinein, in die Mittelkonsole - eigentlich überall ...Mit Tempos haben wir notdürftig die wichtigsten Stellen gesäubert, Handtücher auf die Sitze gelegt und dann ab nach Hause. Die 10-minütige Fahrt war länger denn je - trotz weit geöffneten Fenstern und Schiebedach ... Die 1-stündige Säuberungsaktion war umso ekliger. Aber das Auto hat nach dem Putzen und desinfizieren trotz Sonne tatsächlich nicht mehr gestunken. Soviel zum Thema Alma mal kurz im fremden Auto lassen ... Die Fotos haben wir uns gespart. Reicht ja, wenn wir uns für den Rest des Tages geekelt haben. Der Spitzname Scheíßerchen bleibt ihr auf jeden Fall sicher. Am Wochenende sind wir im Schwarzwald am Titisee, da ich dort ein Seminar für die ATN geben werde. Das wird Almas erster Hotelaufenthalt. Ich habe vorsichtshalber genug Küchenrolle und Sagrotan eingepackt, Wir werden sie zwar auf keinen Fall im Zimmer allein lassen, aber wer weiß, was noch so alles passiert ... - wir werden berichten!  

Der Aufenthalt im Schwarzwald war sehr schön. Alma hat (im Gegensatz zu Trix) die Fahrt schlafend verbracht und die Pausen bestens genutzt! Allerdings war sie dann auf unserem ersten Waldspaziergang doch recht aufgeregt und schlecht ansprechbar und vor allem Helge hat Alma dann für den Rest des Wochenendes lieber an der Schleppleine gehalten. Wir hätten zu gerne ja mal Rehe getroffen, um ihre Reaktion zu sehen, aber letztendlich hatten wir nur eine Begegnung mit einem Feldhasen (sie hat sich problemlos abrufen lassen *freu*) und am Titisee mit einigen Enten. Die Vorhänge im Hotelzimmer hatten es Alma angetan (man kann dran ziehen, sich drin einwickeln, durchrennen, sich dran hängen und vieles mehr ...), kennt sie so was ja nicht bei sich Zuhause. Aber ansonsten hat sie sich sowohl im Zimmer als auch im Restaurant usw. bestens benommen - Ok, wenn man noch von der Leinenführigkeit und dem Anspringen absieht. Wenn sie mal musste, hat sie sich gemeldet. Ihre Rennanfälle hat sie auf Draußen verlegt und sie hat auch nur 3 Mal versucht über die Brüstung des Balkons zu springen (1. Stock). Tagsüber hat Helge mit den Hunden was unternommen. so dass etwa 300 Fotos entstanden sind.

 

   Alma ist nun etwa 6 Monate alt. Mit ihren 18 kg ist Alma schon wieder fast reif für ein neues Geschirr. Zur Zeit befindet sie sich anscheinend in einer kleinen "spooky-Phase" - zumindest wird alles was da nicht gehört verbellt. Das können hockende Menschen sein, Blumenerdetüten, zerrissene Müllbeutel und vieles mehr sein. All das veranlasst Alma zu einem Bellkonzert. Hoffen wir mal, dass sich das bald wieder legt. Jagdlich gesehen ist sie nach wie vor gut abrufbar. Allerdings hat die Kaninchen-Schwemme hier dafür gesorgt, dass sie ziemlich aufgeregt ist und schnell ins Stöbern verfällt. Sie ist anscheinend auch Spurlaut. Ich musste mich jetzt schon einmal für eine Viertelstunde auf eine Bank in den Wald setzen (mit Alma an der Leine) und abwarten bis Madame sich wieder einkriegt, so dass wir normal weiter gehen können. Ich tröste mich damit, dass mit dem Alter die emotionale Reife und damit die Selbstbeherrschung steigt :-) Heute haben wir eine Frau mit 3 Yorkshire Terriern auf dem Spaziergang getroffen. Ich habe Alma wohlweißlich angeleint. Als sie die drei dann entdeckte wurde sie stocksteif und hat sie definitiv für Beute gehalten. Erst als die drei kreischend in ihren Flexileinen hingen, wurden sie als Hunde identifiziert und waren dann sofort nicht mehr interessant. Warum können Katzen eigentlich nicht bellen? ;-) Ja ja, die lieben Katzen. Mir war schon lange nicht bewusst, wie viele Katzen es ind er Nachbarschaft ist. Alma merkt sich jede Stelle, wo wir mal eine getroffen haben. Da das alle paar Meter ist, gestaltet sich die Abendrunde dann eher als "Leinenführigkeitstraining unter größter Aufregung".

Der Trixl möchte nicht mehr viel laufen, trotz des nun kühleren Wetters. Mit 20 bis 30 Minuten ist er absolut zufrieden. Deswegen machen wir das nun Morgens so, dass ich mit beiden eine Runde gehe, dann setzen wir Trix wieder Zuhause ab und dann schwinge ich mich auf`s Fahrrad. Ja ja, ich weiß, ist eigentlich noch viel zu früh. Aber mal davon abgesehen, dass wir höchstens 3 km fahren und Alma das Tempo selbst bestimmt, habe ich den Eindruck, dass sie weniger läuft als wenn wir zu Fuß unterwegs sind. Denn da pendelt sie vor und zurück, sprintet dort ins Gebüsch, usw. . Vorteilhaft ist natürlich auch, dass ich meine Schnelligkeit für das Orientierungstraining ausnutze. Wenn sie in die Büsche abdriftet fange ich an zu sprinten. Das hat sie schon gut durchschaut und spart sich nun das Abdriften. Ich freue mich jetzt schon auf die Zeit, wo wir dann auch mal größere Strecken fahren können. Denn so wie es aussieht, ist Alma ein toller Fahrrad-Begleithund.

Im Haus schläft Alma nun immer mehr und stellt weniger an, meine ich zumindest. Vielleicht hat sie inzwischen auch alles  Erdenkliche ausprobiert und ihr fällt nichts mehr ein!? Zumindest lässt sie nun alle Schuhe stehen (außer meine Hauslatschen) und schleppt nur noch selten aus dem Garten was ins Haus. Papier zerfetzen ist nach wie vor ihre Leidenschaft. Aber es klappt ganz gut ihr entsprechendes zu geben, sie bedient sich aber meistens nicht selbst. Ihren Taschentuch-Fetisch hat sie behalten. Sie ist eine Meisterin in Taschentücher aus der Hosentasche ziehen. Hm, vielleicht sollte ich ihr das für Geldscheine beibringen? *scherz*

Dieses Wochenende steht ein Seminar an, wo Alma zum ersten Mal die ganze Zeit dabei sein wird. Ich bin schon gespannt, wie sie das schafft (und ich erstmal :-)  ).

 

So, das Seminar liegt hinter uns und das Fazit ist gut. Samstag Vormittag war noch etwas anstrengend. Viele, teils fremde Hunde, Menschen, langweilig Rumliegen und vor allem an der Leine sein. Das ist für unser schnell frustriertes Hysterikum recht viel. Zugegeben, es war auch noch ein schwieriges Seminarthema. Denn es ging beide Tage ums Spielen und ratet mal, was im Praxisteil gemacht wurde? Genau! Gespielt - und zwar teilweise auch noch mit Almas Spielzeug ... Wir haben die Zeit der Theorieteile zum Boxentraining genutzt, also Alma mehr oder freiwillig in die Box bugsiert, dann habe ich mich daneben gesetzt bis sie sich beruhigt hat und dann konnte ich mich auch mal entfernen ohne dass sie versucht hat die Box auseinander zu nehmen. Allerdings lang habe ich sie da nie drin gelassen, dann es war ganz schön warm und in der Box noch wärmer ...

Alma hat sich an diesem Wochenende mit Jeanette Chessie Eyota angefreundet, gezwungenermaßen, wenn man 2 Tage nebeneinander hockt ;-) Na ja, immerhin sind die Interessen bezüglich der Kaninchen und Enten gleich und überhaupt haben die beiden viele Parallelen entdeckt. Schwimmen macht Spaß, Dinge verteidigen, vor dem anderen ziemlich provokant spielen, sich mit Sichtlaut gegenseitig jagen und vieles mehr! Am ersten Seminartag mussten wir Alma Zuhause abends irgendwann anbinden, da sie nicht von selbst auf die Idee kam sich mal schlafen zu legen. Am 2. Tag war ihr die Müdigkeit doch deutlicher anzumerken und sie konnte sich zeitweise sogar beim Seminar zum Schlafen legen. Das hat sie dann am Ende des Tages aber nicht davon abgehalten nochmal wild mit Eyota zu toben, dem Förster in den Besen zu beißen und den Ententeich unsicher zu machen. Am Montag war sie etwas gereizter und aufgeregter als sonst. Ich verbuche es einfach mal als Stressreaktion. Sie hat jetzt noch bis Donnerstag Zeit sich auszuruhen, dann geht es weiter mit abschließenden Filmaufnahmen zur AJT-DVD und einem neuen Filmprojekt zum Thema Longiertraining. Wir werden berichten, ob wir diesmal für Almas Aufnahmen besseres Wetter haben und sie tapfer alles durchgestanden hat!

 

Juli 2008

 Ja ja, es ist dringend Zeit für ein neues Update! Dass erst jetzt eins erfolgt, liegt weniger an Alma - sie lässt sich nach wie vor täglich was einfallen - sondern an meiner knappen Zeit. Die Almette macht sich nach wie vor im Großen und Ganzen :-) prächtig. Die Aufregung steht ihr zwar noch oft im Weg, aber sie hat sich immer besser im Griff. So lässt das Anspring-Problem etwas nach und sie ist im Haus (ohne Besuch und deswegen ohne Zeugen ;-) ) wesentlich ruhiger geworden. Spätestens am nächsten WE gibt es Bilder, die bezeugen, dass sie ganz schön nachgedunkelt ist und nun fast Trix Größe erreicht hat - chic sieht sie aus! Am Wochenende sind wir in Brandenburg, da ich dort ein Seminar gebe. Wir wohnen bei einer Freundin mit 3 Katzen, einem öfter mies gelaunten Herdenschutzhund und diversen Pferden, Eseln, Ziegen und und und. Helge fährt zum Glück mit - das wird mit Sicherheit spannend und zwar ALLES! Da sie in den vergangenen Wochen bereits einmal wieder einen Zusammenstoß mit einem Stromzaun hatte und danach mehrere mit Stacheldraht, hoffe ich, dass sie die Zäune respektiert ... Was auf jeden Fall toll wird, das ist der wirklich große See direkt vor der Haustür. Schwimmen zählt ja inzwischen zu Almas Lieblingsbeschäftigungen! Gestern ist sie mir unbemerkt in den Rhein gehuscht, natürlich hinter einigen Enten her. Sie hat aber auf Pfiff sofort umgedreht - sehr schön - allerdings kann ich das von dem Hasen nicht behaupten, der uns auf dem Weg entgegen gerannt kam und dann einen Meter vor Alma überlegt hat vielleicht doch umzudrehen!? Ok, nach etwa 50 Metern ist sie dann gekommen. Ansonsten ist das Abrufen von Kaninchen - die wir nun mal zu Hauf treffen - konstant gut.

Alma entwickelt sich gerade zum Süßigkeiten und Kerzen Junkee. Wir üben ja fleißig das alleine Bleiben. Das fordert halt seine Opfer - und manchmal habe ich den Eindruck, dass dieser Hund ÜBERALL hingelangt. Ach ja, und Wälzen ist auch ein neu entdecktes Hobby. Fuckskacke oder verwesende Maulwürfe und Vögel sind die Favoriten *seufz* Ansonsten zeigt Alma sich ein wenig als Rassistin - es ist nun mal so, mit Jagdhunden kann man die besten Rennspiele machen. Da wären Nadines 3 Pointer oder Ankes Schweißhund oder Jeanettes Chessie Eyota. Obwohl Labrador Djuke ja auch ein toler Spielkumpel ist, aber halt eher für so Ringen- und Rammelspiele. Die beiden finden allerdings kein Ende und nach spätestens 1 1/2 Stunden müssen wir sie voneinander trennen. Denn wenn Alma sich hinlegt zum Ausruhen kommt Djuke und stupst sie an und wenn Djuke sich zurückzieht ärgert Alma ihn so lange bis er sie entrüstet jagd und das mündet dann im nächsten Spiel ... Selbst auf Mikas 1. Geburtstag - umringt von insgesamt 7 einjährigen Kindern waren die beiden nicht abzulenken. Als wir Djuke etwas zur Seite genommen haben, hat Alma sich irgendwann hingelegt. Und es war dann auch völlig egal, dass die Kids mal ausprobiert haben, was man mit so einer Hunderute tun könnte und ob man an der Nase auch ziehen kann. Da ist sie einfach geduldig.

Alma bei einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen: Verträumt an Helges Arm knabbern. -- Zum Schwimmen in unserem Teich ist sie inzwischen zu groß.

Ein erster Zwischenbericht aus Brandenburg:

Hier ist ALLES spannend. Im Haus die Katzen, am Gartenzaun grenzt die Pferdeweide an, dahinter eine Wiese mit Schafen, im Dorf bellt fast hinter jedem Zaun ein Hund, überall Seen und und und. Kurzum: Alma auf 180°! Trotz der Umstände kann sie aber die meiste Zeit freilaufen. An den Zäunen lässt sie sich gut durch das Anschausignal vorbei führen. Mit den Pferden haben wir jetzt mal einen Spaziergang gemacht und Alma mit in den Stall und auf die Weide genommen. Sie beschäftigt sich dann mit irgendetwas und wenn es ihr in den Sinn kommt schießt sie auf die Pferde zu verbellt sie. Das können wir riskieren, weil die Pferde sehr hundeerfahren und geduldig sind. Es scheint bei Alma eine Mischung aus Neugier und vertreiben zu sein. Sie lässt sich letztendlich aus der Situation auch gut abrufen, aber ist halt während der ganzen Zeit sehr aufgeregt. Mal schauen, wie das weiter geht.

Die Katzen Drinnen bringen Alma allerdings an ihre Grenzen. Sieht oder riecht sie die Katzen, dann flippt sie völlig aus. Sie kann dann zeitweise vor Aufregung kein Futter mehr annehmen und die Katzen verschwinden bei dem Gekreische logischerweise. Wenn es dem Hausherrn doch mal gelingt, eine Katze länger als ein paar Sekunden bei uns zu halten, dann beruhigt sich Alma soweit, dass sie zumindest wieder besonderes Futter annehmen kann. Nach jetzt 3 Tagen und etlichen Begegnungen schafft sie es auch sich minimal schneller abzuregen. Aber die Leine bleibt sicherheitshalber im Haus dran!

Das waren ja alles Dinge, mit denen wir gerechnet hatten. Was absolut neu ist, dass sind Schwalben. Und zwar Schwalben, die auf einer riesigen Wiese zu etwa zehnt kreuz und quer, hin und her etwa 50 cm über dem Boden entlang fliegen. Das war bis zum 3. Tag kein Problem, da Alma da beiläufig mal hinterher gerannt ist, ganz selten auch mal mit Sichtlaut, aber sie war sofort abrufbar - bis heute. Da habe ich nämlich auf der Wiese telefoniert und dabei überhaupt nicht auf sie geachtet. Nach mindestens 15 Minuten wildem Hin- und Herrrennen mit Sichtlaut, habe ich versucht sie abzupfeifen - keine Chance. Sie war absolut außer sich! Ich habe mich dann auf die Wiese gestellt und wenn sie in meiner Nähe war getrillert (= Sitzpfiff). Beim dritten Mal konnte ich sie dann anleinen. Zum Glück gab es keinen Zeitdruck. Ich habe die Ablenkung erstmal für eine Schade-Übung genutzt - da hatte ich bisher noch die Gelegenheit zu gehabt, da Alma noch nie so abgelenkt war, dass sie es nicht geschafft hätte mich im Zeitrahmen von 10 Sekunden anzugucken. Ich habe zuerst 20 Sekunden gewählt, aber da hat sie es jedes Mal noch geschafft mich anzuschauen - auch wenn Sie das Futter als Belohnung nicht genommen hat. Also habe ich auf 15 Sekunden gekürzt und konnte es nun einige Male üben. Danach haben wir uns auf die Wiese gesetzt und ich habe versucht Alma zu entspannen. Immerhin hat sie sich freiwillig hingesetzt ... Dann haben wir noch einige 100 Meter Leinenführigkeitstraining an der 3-Meter-Führleine gemacht (also einfach stehen bleiben wenn sie zieht und auf Blickkontakt warten) und dann habe ich angeleint noch ein paar Mal den Triller geübt, damit sich da erst gar keine Fehlverknüpfungen breit machen können. Hat super geklappt. Als Belohnung habe ich sie abgeleint und sie durfte wieder auf der Wiese rennen. Inzwischen (etwa 15 Minuten) hatte Alma sich aber auch soweit beruhigt, dass sie wieder ganz normal im Radius gelaufen ist und Blickkontakt hielt. Ich wollte es trotzdem nochmal wissen und habe sie einige Minuten wieder hinter den Schwalben herrennen lassen, getrillert und als Belohnung für das Sitz durfte sie weiter rennen. Sie hat es dann wieder geschafft öfter Blickkontakt aufzunehmen, so dass ich denke, dass sie Morgen wieder ganz normal auf der Wiese laufen kann. Jetzt liegt sie müde in Lunas Hundebett, kann sich aber noch nicht so recht entspannen. Denn die bodentiefen Fenster verschaffen ihr einen direkten Blick auf die Pferde, die gerade von der Weide geführt werden. Landleben ist schon eine aufregende Sache ;-) Hier noch ein paar Bilder:

Alma in Lunas Bett. Wo sind die Katzen?

   Das Landleben ist spannend! Luna und Alma an der Hasenzugmaschine.

 

 

  weiter zu Seite 4